Die kluge Else (Grimm)

Aus Wikisum
Wechseln zu:Navigation, Suche
Hinweis: Diese Inhaltsangabe wurde von einer KI erstellt und könnte Fehler enthalten.
🧠
Die kluge Else
1812
Inhaltsangabe des MĂ€rchens
Das Original liest sich in 7 Minuten
Kurzbeschreibung
Eine junge Frau fĂŒrchtete, eine Hacke könnte ihr kĂŒnftiges Kind töten. Ein Mann heiratete sie wegen dieser Sorge. Als sie spĂ€ter einschlief, hĂ€ngte er ihr Schellen um. Sie lief verwirrt fort.

Kurze Zusammenfassung

Ein deutsches Dorf, vermutlich im Mittelalter. Die Eltern einer jungen Frau wollten ihre Tochter verheiraten. Ein Mann namens Hans kam von weit her und wollte die kluge Else zur Frau nehmen, aber nur, wenn sie wirklich klug wÀre.

đŸ‘§đŸŒ
Die kluge Else — junge erwachsene Frau, Tochter eines Ehepaares, gilt als besonders klug, ist aber tatsĂ€chlich ĂŒbermĂ€ĂŸig besorgt und neigt zu ĂŒbertriebenen ZukunftsĂ€ngsten.

Als Else Bier aus dem Keller holen sollte, entdeckte sie eine Kreuzhacke an der Wand und begann zu weinen. Sie stellte sich vor, dass sie spĂ€ter mit Hans ein Kind haben könnte, das von der Hacke erschlagen wĂŒrde. Nacheinander gingen alle Hausbewohner in den Keller und weinten mit ihr. Hans war von Elses Klugheit beeindruckt und heiratete sie.

đŸ‘šđŸŒ
Hans — junger Mann, BrĂ€utigam und spĂ€ter Ehemann der klugen Else, kommt von weither, legt Wert auf Verstand, zeigt sich zunĂ€chst gutmĂŒtig, spĂ€ter listig.

SpĂ€ter schickte Hans Else aufs Feld zum Kornschneiden, doch sie aß und schlief stattdessen. Als sie nicht heimkam, hĂ€ngte Hans ihr im Schlaf ein Vogelgarn mit Schellen um. Als Else erwachte, war sie verwirrt und wusste nicht mehr, wer sie war.

Sie lief vor ihre HausthĂŒre, aber die war verschlossen: da klopfte sie an das Fenster und rief “Hans, ist die Else drinnen?” “Ja”, antwortete der Hans, “sie ist drinnen.” Da erschrak sie und sprach “ach Gott, dann bin ichs nicht”, und ging fort.

Else lief zum Dorf hinaus, und niemand sah sie je wieder.

AusfĂŒhrliche Zusammenfassung

Die Aufteilung in Kapitel ist redaktionell.

EinfĂŒhrung von Else und Hans' Bedingung fĂŒr die Heirat

Ein Ehepaar hatte eine erwachsene Tochter namens Else, die sie verheiraten wollten. Eines Tages kam ein Mann namens Hans von weit her und hielt um Elses Hand an. Er stellte jedoch eine Bedingung: Else mĂŒsse wirklich klug sein.

“O”, sprach der Vater, “die hat Zwirn im Kopf”, und die Mutter sagte “ach, die sieht den Wind auf der Gasse laufen und hört die Fliegen husten.”

Else im Keller - die Entdeckung der Kreuzhacke und ihre Sorgen

Als die Familie mit Hans zu Tisch saß, schickte die Mutter Else in den Keller, um Bier zu holen. Else nahm einen Krug und ging hinunter. Um sich die Zeit zu vertreiben, klapperte sie unterwegs mit dem Deckel. Im Keller stellte sie einen Stuhl vor das Fass, damit sie sich nicht bĂŒcken musste und ihrem RĂŒcken nicht schadete.

đŸ‘”đŸŒ
Mutter — Ă€ltere Frau, Elses Mutter, lobt die vermeintliche Klugheit ihrer Tochter, schickt sie in den Keller, um Bier zu holen, lĂ€sst sich von Elses Sorgen anstecken.

WĂ€hrend das Bier in den Krug lief, schaute Else an die Decke und entdeckte eine Kreuzhacke, die Maurer dort versehentlich zurĂŒckgelassen hatten. Da begann sie zu weinen und stellte sich vor, dass sie eines Tages Hans heiraten, ein Kind bekommen und dieses Kind in den Keller schicken wĂŒrde, um Bier zu zapfen. Dann könnte die Kreuzhacke herunterfallen und das Kind töten.

đŸ‘¶
Das ungeborene Kind — hypothetisches zukĂŒnftiges Kind von Else und Hans, existiert nur in Elses Vorstellung, Mittelpunkt ihrer ĂŒbertriebenen Sorgen.

Da fieng die kluge Else an zu weinen und sprach “wenn ich den Hans kriege, und wir kriegen ein Kind, und das ist groß, und wir schicken das Kind in den Keller, daß es hier soll Bier zapfen, so fĂ€llt ihm die Kreuzhacke auf den Kopf und schlĂ€gts todt”.

Die Reaktion der Familie auf Elses Ängste

Oben warteten alle auf Else und das Bier. Als sie nicht zurĂŒckkam, schickte die Mutter die Magd in den Keller, um nach ihr zu sehen. Die Magd fand Else weinend vor dem Fass sitzen und fragte nach dem Grund. Else erklĂ€rte ihr ihre Sorge wegen der Kreuzhacke und des ungeborenen Kindes. Daraufhin setzte sich die Magd zu ihr und begann ebenfalls zu weinen.

đŸ‘©đŸŒ
Magd — junge Frau, DienstmĂ€dchen im Haus von Elses Eltern, wird in den Keller geschickt, um nach Else zu sehen, lĂ€sst sich von Elses Sorgen anstecken.

Als die Magd nicht zurĂŒckkehrte, schickte der Vater den Knecht in den Keller. Auch er ließ sich von Elses Sorgen anstecken und begann zu weinen. Dann ging die Mutter selbst hinunter und schloss sich ebenfalls dem Wehklagen an.

đŸ‘ŽđŸŒ
Vater — Ă€lterer Mann, Elses Vater, möchte seine Tochter verheiraten, lobt ihre vermeintliche Klugheit, neigt dazu, ihre Verhaltensweisen positiv zu deuten.
đŸ§‘đŸŒ
Knecht — junger Mann, Diener im Haus von Elses Eltern, wird in den Keller geschickt, um nach Else und der Magd zu sehen, lĂ€sst sich von Elses Sorgen anstecken.

Schließlich ging auch der Vater in den Keller und erfuhr von der Sorge um das ungeborene Kind. Auch er setzte sich zu den anderen und weinte mit ihnen.

Hans' Entscheidung, Else trotz ihrer seltsamen Denkweise zu heiraten

Hans wartete lange allein oben. Als niemand zurĂŒckkam, dachte er, sie wĂŒrden unten auf ihn warten, und ging ebenfalls in den Keller. Dort fand er alle fĂŒnf jammernd vor. Als er nach dem Grund fragte, erklĂ€rte Else ihm ihre Sorge um ihr zukĂŒnftiges Kind und die Kreuzhacke.

Hans war von Elses Voraussicht beeindruckt und entschied, dass ihre Art zu denken genau das war, was er fĂŒr seinen Haushalt brauchte. Er nahm sie bei der Hand, fĂŒhrte sie nach oben und heiratete sie.

“Nun”, sprach der Hans, “mehr Verstand ist fĂŒr meinen Haushalt nicht nöthig: weil du so eine kluge Else bist, so will ich dich haben”, packte sie bei der Hand und nahm sie mit hinauf und hielt Hochzeit mit ihr.

Elses VersÀumnis, das Korn zu schneiden, und Hans' List

Nach einiger Zeit sagte Hans zu Else, er wolle ausgehen und arbeiten, um Geld zu verdienen. Sie solle aufs Feld gehen und das Korn schneiden, damit sie Brot hÀtten. Else versprach, das zu tun. Sie kochte sich einen Brei und nahm ihn mit aufs Feld.

Auf dem Feld ĂŒberlegte Else, ob sie zuerst essen oder schneiden sollte, und entschied sich fĂŒrs Essen. Nachdem sie satt war, fragte sie sich, ob sie nun schneiden oder schlafen sollte, und entschied sich fĂŒrs Schlafen. So legte sie sich ins Korn und schlief ein.

Als sie vor den Acker kam, sprach sie zu sich selbst “was thu ich? schneid ich ehr, oder eß ich ehr? hei, ich will erst essen”. Nun aß sie ihren Topf mit Brei aus, und als sie dick satt war, sprach sie wieder “was thu ich? schneid ich ehr, oder schlaf ich ehr? hei, ich will erst schlafen”.

Hans kam nach Hause, aber Else war nicht da. Er dachte, sie sei so fleißig, dass sie nicht einmal zum Essen nach Hause komme. Als es Abend wurde und sie immer noch nicht zurĂŒckkehrte, ging Hans aufs Feld und fand sie schlafend im Korn. Er holte ein Vogelgarn mit kleinen Schellen, hĂ€ngte es um sie herum, ging nach Hause und schloss die HaustĂŒr zu.

Elses IdentitÀtskrise und ihr Verschwinden

Als es dunkel wurde, erwachte Else. Bei jedem Schritt, den sie machte, klingelten die Schellen. Sie erschrak und wurde unsicher, ob sie wirklich die kluge Else sei oder nicht. Sie konnte die Frage nicht beantworten und beschloss, nach Hause zu gehen und dort zu fragen, ob sie es sei oder nicht.

Da erschrak sie, ward irre, ob sie auch wirklich die kluge Else wĂ€re und sprach “bin ichs, oder bin ichs nicht?” Sie wußte aber nicht, was sie darauf antworten sollte und stand eine Zeitlang zweifelhaft.

Als Else an ihre HaustĂŒr kam, war diese verschlossen. Sie klopfte ans Fenster und fragte: "Hans, ist die Else drinnen?" Hans antwortete: "Ja, sie ist drinnen." Da erschrak Else und dachte, wenn die Else drinnen ist, dann kann sie es nicht sein. Sie ging zu anderen TĂŒren, aber wegen des Klingelns der Schellen wollte niemand öffnen. Schließlich lief sie aus dem Dorf hinaus, und niemand hat sie je wiedergesehen.